Mittwoch, 27. September 2017

Im bitterbösen Rundumschlag-Modus

Von mir auch BBRUS-Modus genannt. Einfach so, weil mir gerade danach ist.

Der bitterböse Rundumschlag-Modus. Meinetwegen auch Wut-Frust-Ärger-Modus. Ja, ich würde gerne zum Rundumschlag ausholen. Weil ich nicht verstehe, wie vernagelt und dumm Menschen sein können.

Wenn ich mir das Wahlergebnis so anschaue, drängt sich mir der starke Verdacht auf, dass die durchschnittliche Intelligenz des durchschnittlichen Wählers noch unterhalb der eines Einzellers liegen muss. Anders ist dieses Ergebnis doch wahrlich nicht zu erklären!

Kein Einzeller käme auf die Idee, sich als Hauptgericht auf die Speisekarte seines Fressfeindes zu setzen, denn soooo blöde ist selbst ein Einzeller nicht.

Der durchschnittliche Wähler dagegen, setzt sich mit Vorliebe als Tagesgericht auf die Speisekarte, da er ja in der Vergangenheit noch nicht genug verarscht und ausgenommen wurde. Er tauscht freudig weniger Sozialleistungen, weniger Bildung und weniger soziale Sicherheit gegen immer mehr leere Versprechungen alter "ichklebeanmeinemSitz-Politiker" und neuer Möchtegern-Heilsversprecher. Selbst denken ist aus der Mode, denn dann müssten ja die eigenen Gehirnzellen Leistung erbringen, während das Konsumieren vorgekauter "Es ist/wird mit mir/uns alles besser!"-Betrüger so viel einfacher ist.

Glückwunsch durchschnittlicher Wähler, Du hast es geschafft, mich davon zu überzeugen, dass es immer noch dämlicher geht!

Ich habe die Menschen satt, so satt! Ihr Lügen und Betrügen, ihre Dreistigkeit und ihre Dummheit!

Gerade wieder meinen Vermieter, der mir erneut eine Modernisierung unterjubeln will, ohne sie vorher anzukündigen. Da geht es nach dem Motto: "Freuen Sie sich, demnächst haben Sie Breitbandkabelanschluss!" Wie hoch die garantiert folgende Mieterhöhung wird, wird der Erwähnung nicht wertgehalten. Modernisierungsankündigung? Damit Mieter womöglich ihre Rechte einfordern? Lieber nicht! Wozu auch? Mieter sind ja dumme Schafe, die alles mit sich machen lassen! Dreistigkeit siegt! Zu oft für meinen Geschmack.

Ach ja, falls man dringend zum HNO-Arzt will, sollte man mindestens über ein abgefallenes Ohr, eine aufgequollene Nase oder eine zugeschnürte Kehle verfügen, da man ansonsten von der allmächtigen Tresenkraft auf einen Termin in frühestens zwei Monaten hingewiesen wird. Sofern man Glück hat und die Tresenkraft gerade im Samaritermodus agiert.

Ich habe die Menschen satt! Die, die angeblich immer nur die Wahrheit hören wollen, und beleidigt reagieren, wenn die Wahrheit sie selbst betrifft!

Ich habe es so satt Menschen zu lieben, die aus dummen und unerfindlichen Gründen beschlossen haben, mich zu ignorieren. Ich habe es satt, Menschen zu mögen, die nicht ehrlich zu mir sind, weil sie es anscheinend nicht einmal zu sich selbst sein können. Ich habe es so satt!

Und ich bin wütend. Wütend auf mich selbst, dass mir dieses Wahlergebnis Angst macht. Wütend, dass mir die Energie fehlt, die über  500 Londonbilder zu sortieren und zu bearbeiten. Wütend darüber, dass ich Termine nicht wahrnehme, weil ich keine Kraft dazu habe. Wütend, weil meine Waschmaschine ihren Geist aufgegeben hat und die Lieferung in die Wohnung mit Anschluss der neuen und Mitnahme der alten Maschine so extrem schwierig ist. Genervt, weil meine Schulter immer noch schmerzt und ich es nicht zum Orthopäden schaffe.

Wo sind die Aliens, wenn man sie braucht? Warum kann ich kein Einzeller sein? Oder gehirnlos? Oder gefühllos?

Ich habe die Menschen so satt, und wenn es nicht ein paar wenige gäbe, an denen mir etwas liegt und von denen ich weiß, dass ihnen etwas an mir liegt, vielleicht würde ich dann aufgeben. Der Drang sich zu verkriechen ist groß und zurzeit gebe ich ihm nach.

Am liebsten würde ich einen Großteil der Menschen schütteln und ihnen ins Gesicht schreien, dass sie endlich selbst denken und menschlich handeln sollen. Menschlichkeit ist das, was mir in dieser Gesellschaft am meisten fehlt und was zu einem immer selteneren Gut zu werden scheint.

Ich habe es satt, so zu sein, wie ich bin und so zu fühlen, wie ich fühle! Und weiß im Innersten doch ganz sicher, dass ich genauso richtig bin. Weil ich bin, wie ich bin, verzweifle ich an den Menschen. Weil ich fühle, wie ich fühle, fehlt mir die Menschlichkeit.

Nein, ich bin richtig, nur die Welt um mich herum, die fühlt sich so falsch an! So verdammt falsch! Und das ist es, was ich am meisten satt habe!


Ariana

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© Text by Ariana Lazar 27/09/2017

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Freitag, 8. September 2017

Schüsselflitzer

von

Ariana Lazar


Wenn's im Gedärm rumort und rumst,
hernach oft lautstark in die Schüssel plumpst,
erleichtert lässt den Mensch zurück,
weil ihm das Zielen noch geglückt.

Es fiel noch in die Schüssel rein,
landete nicht im Höselein
und auch nicht auf dem Fliesenboden,
das will der Mensch wahrhaftig loben.

Doch die Erleichtrung wirkt nicht lange,
schon wieder wird dem Menschen bange,
drum hastet er in schnellen Schritten
zu seines Bades wichtger Mitten.

Erneut beginnet dieses Spiel,
die weiße Schüssel ist das Ziel.
Zu treffen in der Mitte diese
so lautet jetzt die Kampfdevise.

So böse drückt's und zwickt schon sehr,
das macht das Laufen wirklich schwer.
Da will gar mehr als Gas entweichen,
drum sollt' er schnell das Bad erreichen.

Auf wen'gen Metern schnell gerannt,
dabei noch an die Wand geschrammt,
jetzt wird es aber wirklich Zeit,
doch die Toilette ist noch weit.

Laut stöhnend, fluchend schafft der Peter
am Ende noch die letzten Meter
und reißt die Hosen schnellstens runter,
denn das Gegrummel ist sehr munter.

Der Peter könnt auch Petra heißen,
denn schließlich müssen beide sch.. ähm sich zusammenreißen
und beide werden glücklich sein,
zu treffen noch das Schüsselein.

So ähnlich geht es jedem Mal,
das Grummeln, Zwicken wird zu Qual,
drum bleibt man dann zu Hause sitzen
und kann nicht durch die Gegend flitzen.

So wünsch ich allen Schüsselflitzern,
dass weiterhin die Fliesen blitzern
und niemals was danebengeht,
weil's dieses Mal war viel zu spät.


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Bitte beachten! Das Urheberrecht an diesem Text / Gedicht liegt ausschließlich bei mir! Jede Veröffentlichung, auch auszugsweise, auf anderen Seiten (Blogs, Foren usw.) ist untersagt und bedarf meiner ausdrücklichen schriftlichen Genehmigung!



© Foto & Text by Ariana Lazar 08/09/2017

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Montag, 14. August 2017

Positivliste KW 32 2017


  • Einkauf LW
  • Brühe gefiltert
  • Paket abgeholt
  • Einkauf LW
  • HHB
  • Einkauf KW
  • Plausch mit den Lieblingsnachbarn
  • Hackbraten, Ofenpaprika
  • Waschen, Trocknen, Schrankfertig
  • HHB
  • Waschen,Trocknen, Zusammenlegen, Wegräumen die Zweite
  • Artikel für den Blog geschrieben und veröffentlicht
  • insgesamt mehr Salat/Gemüse und
  • mehr Bewegung


Mein Gräserstein im August

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© Foto & Text by Ariana Lazar 14/08/2017

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Sonntag, 13. August 2017

Ärzte, Friedhöfe und das Ringen um Selbstfürsorge


Seltsam, wozu sich ein Arztbesuch und ein paar anschließend gemachte Bilder manchmal entwickeln. Ursprünglich sollten in diesem Artikel die Fotos die Hauptrolle spielen, aufgelockert durch nicht allzu viel erklärenden Text. Das Ganze spielte sich bereits vor über einer Woche ab.

Warum schreibe ich den Artikel erst heute?

Weil sich unvermutet Zusammenhänge zeigten, die ich bei dem Spaziergang überhaupt nicht im Blickfeld hatte. Und auf einmal sitze ich zu Hause vor dem PC und habe mehr Themen zur Auswahl, als mir lieb ist. Zu vieles, was mir durch den Kopf geht und von dem ich nicht weiß, was ich davon wählen soll, da alles wichtig zu sein scheint.

Themen wie Abschied, Verlust, Schmerz und Tod begleiten mich die letzten Monate intensiver. Wie geht man mit Erinnerungen um? Was macht den Unterschied zwischen Mitgefühl und Mitleid? Wie steht es mit meiner Selbstfürsorge? Alte und neue Verhaltensmuster. Und was von diesem Konglomerat ist für mich momentan am wichtigsten?

Die Frage, ob ich am Ende nicht doch lieber einen 08/15 Artikel schreiben soll, in dem nichts davon vorkommt, stellt sich mir ebenfalls. Eine schlichte Aneinanderreihung von Worten und Bildern. Dann stünde wenigstens wieder etwas im Blog.

Wäre ich damit zufriedener? Wohl kaum.

Am Ende überlasse ich der Zeit die Entscheidung. Warte ab, welche Gedanken sich nach einer Woche hartnäckig halten, sich aufdrängen, Spalier stehen. Gewonnen hat das Thema Selbstfürsorge.

Was letztendlich im Blog erscheint, wird naturgemäß immer nur ein kleiner Bruchteil meiner Gedankengänge sein.


Baustelle gesundheitliche Selbstfürsorge


Im Großen und Ganzen bin ich mit meiner eigenen Selbstfürsorge ganz zufrieden. Zumindest mit dem Teil, bei dem es um meine alltäglichen psychischen Bedürfnisse geht.

Ganz anders sieht es jedoch aus, wenn ich mir meine Gesundheitsfürsorge anschaue. Mit der stehe ich, seit ich denken kann, auf Kriegsfuß. Arztbesuche sind mir ein Greuel. Nicht, weil ich Ärzte nicht mag, sondern weil ich es schlicht für überflüssig halte, sie aufzusuchen, sofern ich mich noch bewegen kann und mein Kopf sich weiterhin auf meinem Hals und nicht unter meinem Arm befindet.

Das hat sich zwar in den letzten Jahren sehr gebessert, aber ich bin bis jetzt weit von einem für mich zufriedenstellenden Zustand entfernt. Nach wie vor schiebe ich Arztbesuche möglichst weit vor mir her. Mein innerer Widerstand gesundheitlich gut für mich zu sorgen, ist enorm und jetzt erst komme ich so langsam dazu, dem auf den Grund zu gehen. Es waren lange Jahre mit zu vielen umfangreichen Baustellen und es gab so vieles, was ich als dringlicher empfand.

Wo liegt die Ursache?


Erinnerungsfetzen


- Ich bin neun oder zehn, sitze an dem großen braunen Nussbaumtisch in dem Raum, der gleichzeitig Wohnzimmer, Küche und Elternschlafzimmer darstellt, presse die linke Hand in meine Magengrube und krümme mich vor Schmerzen. Sobald ich etwas esse, wird der Schmerz schlimmer.

"Stell Dich nicht so an!" "Du hast gar nichts, Du willst nur nicht raus!" "Das bildest Du Dir bloß ein!" Das sind nur einige der Sätze, die ich zu hören bekomme. Lediglich meine Mutter glaubt mir, aber sie steht mir nur heimlich bei. Dann, wenn es weder mein Stiefvater noch meine Oma sehen können. Also versuche ich den Schmerz zu ignorieren und nur zu weinen, wenn es niemand sieht.


- Ich bin zwölf. Das Internat ist klein, ein etwas größeres Einfamilienhaus und steht in einem  hessischen Dorf. Seit Tagen gehe ich fast die Wände hoch vor Bauchschmerzen. "Stell Dich nicht so an, das ist bloß Deine Periode!" Tagelang. Als sie mich endlich ins nächste Dorf zum Arzt bringen, ist mein Blinddarm kurz vor dem Durchbruch. Innerhalb einer Stunde schafft man mich mit dem Taxi in das weiter entfernte Krankenhaus, eine Stunde später liege ich auf dem OP-Tisch.


- Längst erwachsen, kurz nach der Geburt meiner Tochter. Ich liege im Bett und beiße in mein Kopfkissen, um nicht zu schreien und meinen Mann zu wecken. Darmkrämpfe, das sind höllische Schmerzen.


Meine Biografie liefert die Erklärung für mein Verhalten. Der Blick zurück hilft mir nicht nur dabei mich und meine Handlungsweise zu verstehen, er hilft mir ebenso, mein Verhalten zu ändern.

Womit wir zu dem schweren Teil übergehen:


Dem Erlernen neuer Verhaltensweisen.


Eingefahrene Gewohnheiten sind vergleichbar mit einer dreispurigen Autobahn. Das Gehirn hatte viel Zeit entsprechende Verbindungen zwischen den einzelnen Synapsen herzustellen und die verstrichene Zeit hat diese Synapsenverbindungen ausgebaut und gefestigt. Da es sich um eine ständig genutzte Verbindung handelt, neigen wir Menschen dazu, diese Straße zu bevorzugen. Sie ist vielfach erprobt, hat uns in der Vergangenheit vermeintlich hervorragende Dienste geleistet, verfügt über keinerlei Schlaglöcher oder Stolperfallen und führt uns sicher ans Ziel.

Ans Ziel? Oder doch drum herum und weit vorbei? Hat uns diese Autobahn wirklich genutzt oder eher geschadet? Ist das, was in unserer Kindheit überlebenswichtig war, heute noch sinnvoll? Schaut man, bzw. ich, genau hin, muss ich alle diese Fragen, bis auf die zweite, verneinen.

Es gilt also, eine neue Straße zu bauen. Neue Strategien müssen her, damit ich mich so um mich kümmern kann, wie ich es verdiene.

Neue Verbindungen zwischen den Synapsen zu bauen, ist möglich. Einfach ist es nicht. Es fühlt sich an, als versuche man sich mit einer Machete einen Weg durch einen undurchdringlichen Dschungel zu bahnen und immer, wenn man glaubt, man hat ein Stück des Weges erschaffen, zeigt ein zweiter Blick, dass der Dschungel den Trampelpfad schon wieder zurückerobert hat. Schlimmer noch, die dreispurige Autobahn liegt jederzeit im Blick und scheint lockend und verführerisch zu rufen.

Aber hey, der Dschungelpfad ist ein winziges bisschen weniger bewachsen, und wenn der neue Weg nur oft genug benutzt wird, entfaltet er sich zum Trampelpfad und irgendwann zur holprigen Landstraße, die sich weiterentwickelt.

Viele dieser Dschungelpfade habe ich schon mit der Machete bearbeitet. Inzwischen sind die meisten davon gut fahrbare Straßen geworden und an die alten Autobahnen erinnern nur noch ein paar Asphaltstücke irgendwo im Dschungel der Vergangenheit.


Zurück zu den Banalitäten des Alltags


Nun habe ich einen großen Bogen geschlagen und ein paar Umwege hinzugefügt, um letztendlich über die einfache Tatsache zu berichten, dass ich an einem Tag gleich in zwei Arztpraxen vorstellig wurde. Zugegeben, in der ersten musste ich mir nur ein Rezept abholen, aber selbst dafür muss frau sich ja aufraffen. Immerhin suchte ich die zweite Praxis ganz freiwillig auf, ohne das eine dringende Notwendigkeit vorlag. Was mir prompt weitere Termine bescherte. Schöne Bescherung!

Das klingt äußerst banal und ist es für viele wohl. Für mich ist das ein Fortschritt. Ein nicht zu unterschätzender obendrein, was mich mit einem gewissen Stolz erfüllt. Stolz, dass ich nicht der Verlockung der Autobahn erlegen bin, sondern die mentale Machete geschwungen habe und mein Trampelpfad langsam gangbarer wird. Trotz seiner noch vorhandenen Stolpersteine, seiner tückischen Schlammlöcher und wild wuchernden Pflanzen.

Ein dreifaches Hurra auf mich! 

Dieser denkwürdige Tag hielt außer den Ärzten ein heftiges Unwetter parat, so dass ich auf dem Weg vom Arzt zur Apotheke Mühe hatte, mich mit meinem Schirm gegen die herabströmenden Wassermassen zu schützen. Zu meinem Glück war das Schlimmste bereits vorbei und als ich die Apotheke wieder verließ, hatte der Himmel seine Schleusen wieder geschlossen.

Und so nutzte ich die Gelegenheit, zu der weiter entfernten Bushaltestelle zu laufen. Da blitzte tatsächlich die Sonne zwischen den Wolken hervor und so ging ich einfach weiter, wechselte die Straßenseite, und ehe ich mich versah, stand ich auf dem Friedhof. Die Kamera hatte ich dabei und so schien es mir eine gute Idee zu sein, die Auswirkungen des Regens auf Blüten und/oder Blättern zu dokumentieren. Außerdem würde ein Spaziergang die Anspannung lösen, unter der ich schon den ganzen Tag stand.


Auf dem Friedhof


Nur ein paar Minuten. Nur kurz Durchatmen, wieder zu mir kommen. Mich erden. Ein paar wenige Schritte nur. Vielleicht ein gelungenes Foto der Regentropfen.

Von den Bäumen fallen schwere Wassertropfen und so ziemlich das Erste, was ich sehe, ist ein Eichhörnchen. Diese flinken Gesellen sind nur schwer mit der Kamera einzufangen, ich versuche es dennoch. Das Ergebnis ist eher so lala, aber ich zeige es trotzdem.

Ein Eichhörnchen klettert auf den Baum
Eichhörnchen im Gras
Nur noch ein oder zwei Fotos. Vielleicht von den Rosen, die dort hinten wachsen. Mit den nackten Füßen in den flachen Sandalen durch das regennasse Gras. Oh, was ist das da hinten? Mit der Kamera in der Hand vergesse ich meine Umwelt ober genauer gesagt, ich ignoriere Wege und Pfützen, weil mich von Weitem ein Motiv reizt, das sich bei näherer Betrachtung als ordinäre und fehl am Platze fühlende Plastikblume erweist. Plastikblumen in der Natur empfinde ich als Frevel und absolut unangebracht. (Nein, davon gibt es kein Foto!)

Regentropfen auf einer roten Rose

Zuerst fällt mir eine Grabstelle der Familie Mendelssohn auf, dann finde ich durch Zufall die alte Kapelle mit der Dauerausstellung über die Gräber der Familie und verbringe einige Zeit dort mit dem Lesen der Familiengeschichte. Für einen einzigen Besuch ist das zu viel Input und nach über einer Stunde beschließe ich, dass ich mindestens noch einmal wiederkommen muss.


Ziellos schlendere ich weiter über die ineinander übergehenden Friedhöfe. Fotografiere dort ein paar wunderschöne, mit Wassertropfen benetzte Rosen, finde das Grab des königlichen Hofschauspielers Paul Dehnicke , auf dessen Grabstein eine Eule wacht, und entdecke den herrlichen Rittersporn.

Grabstein des Königlichen Hofschauspielers Paul Dehnicke
Blau-violette Blüten des Rittersporns
Blauer Rittersporn erinnert mich immer an ein Buch aus meiner Jugend. Darin ging es um ein Flüchtlingsmädchen, das nach dem Zweiten Weltkrieg bei einer Verwandten Zuflucht fand, die nicht gerade freundlich war. An viel mehr der Handlung entsinne ich mich nicht, nur daran, dass der Rittersporn eine wichtige Rolle in dem Roman spielte. Er weckte immer das Heimweh des Mädchens, wenn sie seiner ansichtig wurde. Lange wusste ich nicht einmal, wie Rittersporn überhaupt aussieht. Aber als ich ihn das erste Mal bewusst sah, wusste ich gleich, was es ist. Die Sehnsucht des Mädchens nach seiner verlorenen Heimat werde ich immer mit den blauen Blüten des Rittersporns in Verbindung bringen.

Regentropfen unter einem Blatt
Schon von Weitem sehe ich den riesigen weißen Engel und ändere meine Richtung. Den will ich näher betrachten. Der Engel gehört zur Grabstelle des Industriellen Carl Siemens. Die beiden Gräber von Mutter und Tochter berühren mich. Sie erzählen eine eigene traurige Geschichte.


Weiter führt mein Weg. Sonne, Wolken und Spiegelungen in einer großen Pfütze sind meine Begleiter.

Himmel und Wolken in einer Pfütze
Ein frischer Kranz aus weißen Lilien und roten Rosen erregt meine Aufmerksamkeit. Die Abendsonne verwandelt Regentropfen in glitzernde Kristalle. Bezaubernde Schönheit, die mich den Atem anhalten lässt. So fragil, so zerbrechlich.


Es wird Zeit nach Hause zu gehn. Mein Magen knurrt und holt mich unsanft in den Alltag zurück. Das Grabmal des königlichen Leibarztes Carl Wilhelm Moehsen mit der halb liegenden Frauengestalt bildet den Abschluss meines Friedhofsausflugs.


Selbstfürsorge. Das ist mehr als ein paar Arztbesuche, mehr als ein Spaziergang und mehr als ein paar Bilder. Es ist alles zusammen und noch wesentlich mehr.


Ariana

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© Foto & Text by Ariana Lazar 13/08/2017

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Montag, 7. August 2017

Positivliste KW 31 2017


  • Monatsabschluss HHB
  • Einkauf langer Weg
  • Gräserstein neu bestückt
  • HHB
  • Radieschen-Mairübchengrün-Gemüse
  • Gleich 2 Arzttermine an einem Tag
  • Langer Spaziergang
  • Mendelssohn-Ausstellung
  • Einkauf
  • Lieblingsnachbarin getroffen 💟
  • Einkauf langer Weg
  • HHB
  • Neue Blümchen für den Gräserstein
  • Langer Spaziergang
  • Frische Gemüsebrühe im Slowcooker

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© Foto & Text by Ariana Lazar 07/08/2017

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Montag, 31. Juli 2017

Positivliste KW 30 2017


  • Langes Telefonat mit dem jüngeren Sohn 
  • Einkauf (Discounter ums Eck)
  • HHB
  • Einkauf langer Weg
  • Eis gegessen
  • Süßes und/oder Zigarette von einem Obdachlosen angeboten bekommen, weil ich ihn mit meinem Handy telefonieren ließ. Was wieder gezeigt hat, dass die, die am wenigsten haben, oft am großzügigsten sind.

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© Foto & Text by Ariana Lazar 31/072017

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Montag, 24. Juli 2017

Positivliste KW 29 2017



  • Einkauf beim Discounter ums Eck
  • Längeres Gespräch mit der Lieblingsnachbarin
  • Gespült
  • Gekocht (Weißkohlpfanne)
  • 3 Stunden gehäkelt und Befestigung überlegt
  • Notebookhülle bestellt
  • KW 27 im Blog
  • Gekocht (gedünstete Champignons zu Rührei)
  • Spaziergang zum Café (ca. 1 Stunde)
  • Cafébesuch
  • Spaziergang nach Hause (ca. 1 Stunde)
  • Kurzer Spaziergang zwecks Blumen-Fotoshooting für einen Geburtstagsgruß
  • Kleiner Einkauf - netter Mitkäufer
  • Notebookhülle wieder verpackt, Retourezettel ausgedruckt und aufgeklebt
  • KW 28 im Blog
  • Gedicht geschrieben
  • Gedicht und Artikel im Blog veröffentlicht
  • HHB
  • Präsentabilität hergestellt zwecks warten auf Paketmensch
  • Blaubeer-Mandelpfannkuchen
  • Präsentabilität hergestellt (wieder warten auf Paketmensch)
  • Hähnchenbrust und gegrillte Paprika aus dem Ofen
  • Gedicht und Artikel veröffentlicht
  • Einkauf (langer Weg)
  • Langer Spaziergang (über 3 Stunden) mit Anfahrt und Fotoshooting

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© Foto & Text by Ariana Lazar 24/07/2017

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Samstag, 22. Juli 2017

Olle Kamellen und mehr

Mosaik Gesicht und Maske

Manchmal ist Facebook gar nicht so übel. Heute hat es mich immerhin daran erinnert, dass ich auf den Tag genau vor zwei Jahren das Gedicht "Ein Stückchen Antrieb" im Blog veröffentlicht habe.

Wie sich die Zeiten gleichen, selbst wenn sie sich ändern. So ein Stückchen Antrieb könnte ich derzeit wieder gut gebrauchen, aber auf ein Päckchen mit passendem Inhalt werde ich wohl nicht hoffen können. Wenn mich schon DHL mit den normalen Paketen nicht beliefert, weil ich angeblich hier nicht wohne, ist es doch kein Wunder, dass der Antrieb mich nicht finden kann! Der arbeitet bei DHL!

Äußerst passend zur derzeitigen Stimmung liegen noch ein paar Gedichte auf dem PC, die sich wunderbar eignen, meinen aktuellen Gemütszustand zu dokumentieren. Immerhin, sie sind schon fertig. Ich müsste mich also nicht erneut bemühen, was ohne, ihr wisst schon was, schlicht in die Kategorie "extrem schwer bis nahezu unmöglich" gehört.

Als hätte ich es geplant, spielt das Wetter im Moment ausgezeichnet mit. Geradezu regiegerecht. Der Gewittersturm mit Blitz, Donner und wasserfallartigem Regen bietet die notwendige Dramatik plus eindrucksvoller Musikuntermalung für mein "Trauerspiel im Loch". Hitchcock hätte mein Innenleben kaum beeindruckender in Szene setzen können. Fehlen nur noch die langsamen Kamerafahrten. Gut, langsam kann ich!

Wie bereits erwähnt, ein paar Gedichte hätte ich noch, aber irgendwie ist mir heute eher doch nach etwas mehr Heiterkeit. Schwankend zwischen einem Gedicht und einer Kurzgeschichte, habe ich mich für ein Gedicht entschieden.

Es hat ein paar Jahre auf dem Buckel und entstand zu einer Zeit, als ich noch ein eigenes Forum hatte. Die Charaktere haben, mehr oder weniger, reale Menschen zum Vorbild. Und ja, die Psychiatrie kommt da nicht unbedingt gut weg.

Psychiatrieerfahrung kann man so oder so verarbeiten. Mir gefällt diese Art ganz gut.

P.  S. Die Figur des Psychiaters ist frei erfunden. Man findet jedoch, ohne sich mit der Suche groß anstrengen zu müssen, durchaus ähnliche Persönlichkeiten im therapeutischen Bereich. Etwaige Ähnlichkeiten sind daher durchaus beabsichtigt.

Neugierig?

Hier entlang geht es zu ---> Dr. Crumbfett

Ein paar heitere Minuten wünscht


Ariana

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© Foto & Text by Ariana Lazar 22/07/2017

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Dr. Crumbfett


von

Ariana Lazar


Der Psychiater hat’s nicht leicht,
wenn man dazu noch Crumbfett  heißt,
denn der Patienten kommen viel,
und Heilung ist meist deren Ziel.

Crumbfett der bemüht sich sehr,
doch mit einer hat er’s schwer,
die sich Sonnenblume nennt
und täglich ihm die Tür einrennt.

Was diese Frau ihm so erzählt,
das ist es, was den Mann sehr quält!
Von Nonnen die gewinnen wollen,
und drum in Foren sich wohl tollen.

Doch Sonnenblume gnadenlos,
lässt weiter ihre Storys los.
Dass diese Nonne Kühe liebt,
die es in Wirklichkeit nicht gibt.

Und jeden Morgen früh um fünf,
macht sich die Nonne auf die Strümpf’
und füttert eben diese Kühe!
Sie gibt sich dabei wirklich Mühe.

Ganz zaghaft fragt da Crumbfett an,
wie denn wohl so was gehen kann?
Wie man denn etwas füttern soll,
was es nicht gibt, sie sei wohl toll.

Darauf die Sonnenblum empört,
ob er denn wirklich nie gehört,
dass Internet und DSL
die Welt heut machen virtuell.

Worauf der Crumbfett ganz entsetzt
sich erst mal auf den Boden setzt,
denn diese Frau, die wirft ihn um.
Was die erzählt, das ist zu dumm!

Frau Sonnenblume, sagt er sodann,
ich bin ein sehr gelehrter Mann!
Doch habe ich noch nie gehört,
dass so jemand im Netz verkehrt.

Das muss ne Bildungslücke sein,
wirft Sonnenblume da schnell ein,
ins Internet kann jederfrau,
dass weiss sie schließlich ganz genau.

Verzweifelt schnappt nach Luft der Mann,
der so was nicht verstehen kann.
Doch Sonnenblume ungeniert,
ihm weitere Details serviert.

Die Nonne hat nicht nur ne Kuh,
nein, sie wohnt auch ab und zu
in einer Hundehütte hier im Land,
dass sei doch jedem wohl bekannt!

Nun hat der Crumbfett echt genug,
er setzt sich in den nächsten Zug,
er nimmt Reissaus, das war zuviel!
Die Wüste ist sein nächstes Ziel.

Dort hat er Ruhe und zum Glück,
ist er entfernt ein gutes Stück
von Praxis und Frau Sonnenblum,
die ist jetzt beim Kollegen Kruhm.

Noch vor der ersten Haltstation,
da klingelt schon sein Telefon.
Frau Sonnenblum ganz ungehemmt,
ihn einen Riesentrottel nennt.

Denn sein Kollege, der Herr Kruhm,
der glaube der Frau Sonnenblum.
Ja, noch so manchen netten Ton,
den säuselt sie durchs Telefon.

Und so kommt’s, wie es kommen muss
Der Doktor landet selbst zum Schluss,
bei den Kollegen vis a vis,
in der Abteilung Psychiatrie.

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© Foto & Text by Ariana Lazar  22/07/2017

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Donnerstag, 20. Juli 2017

Schaumträume - Traumschäume


Träume sind Schäume, sagt laut jedermann der Volksmund. Wobei ich weder jedermann noch den Volksmund je kennenlernte.

Sind Träume nur Schäume?

Ich sage Nein und ich muss es wissen, denn ich träume jede Nacht. Manchmal sogar mehr als nur einen Traum. In Farbe mit Surround-Sound!

Im Moment beherrschen hauptsächlich Albträume meine Nächte.

Die Psychologie steht auf dem Standpunkt, dass wir unsere Erlebnisse in Träumen verarbeiten. Sowohl die Alltäglichen, wie auch die in der Vergangenheit liegenden.

Um unsere Träume herum tummelt sich ein Heer von Forschern, Gelehrten und solchen, die sich dafür halten. Neben der Traumdeutung nach Freud, der überall Sex lauern sah (der Mensch muss enorme Probleme mit seinem Sexualleben gehabt haben!), und die immer noch maßgeblich Platz in der Psychoanalyse beansprucht,  deuten auch Verfechter von Carl Gustav Jung, Esoteriker, Wahrsager, Mathematiker und Hirnforscher unsere Träume nach Bedarf und Gusto. Wer vermag da wem zu folgen oder gar zu glauben?

Das Beste ist, ich traue meinem Gefühl, denn das ist seit langem Bestandteil meiner eigenen Forschungen.

Meine Träume sind sehr vielseitig und vieldeutig. Sie decken eine riesige Bandbreite ab. Von lustig bis beängstigend, von verständlich bis undeutbar.

Und manchmal, manchmal ebnen sich meine / unsere Sehnsüchte in unseren Träumen Bahn. Sie rücken zurecht, was nicht am richtigen Platz zu sein scheint. Erwecken unsere Hoffnung oder machen uns bewusst, was uns in unserem Leben fehlt.

Dann erwacht man und muss feststellen, dass der Traum leider nur ein Traum war. Egal, wie echt und warm sich die tränenreiche Umarmung angefühlt hat.

Allein bleibt man zurück. Traurig, doch nicht hoffnungslos. Und ich vertraue auf die Zeit, wie ich das schon oft getan habe.

Und, ja, ich schreibe ein Gedicht. Schreibe mir die Trauer und die Hoffnung von der Seele.

Nur für mich. Ohne etwas zu verlangen. Ohne etwas zu erwarten. Nur um zu sagen: Hab Dich lieb! Egal was war. Egal was ist. Egal was kommt.



Ariana



© Foto & Text by Ariana Lazar /2017

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Mittwoch, 19. Juli 2017

Im Traum





IM TRAUM

 

von

Ariana Lazar

 

Hab Dich im Traum umarmt heut Nacht
und Dir gesagt, dass ich Dich liebe.
Dann bin ich wieder aufgewacht
und nichts ist mir geblieben.

Verharrend nur mehr Traurigkeit,
und mit ihr kamen Tränen.
Ein Jahr ist eine lange Zeit
voll Trauer und voll Sehnen.

Noch hör ich diesen Satz im Ohr:
Wir verlieren uns nie mehr!
Das kommt wie Hohn mir grade vor
So schöne Worte, inhaltsleer!

Das Leben schreitet weiter fort,
ruft laut: "Vertane Zeit!"
Und niemand hier auf Erdenort
weiß, wie viel davon uns bleibt.

Mein Herz wird stetig bei Dir sein
bei Tag und selbst bei Nacht.
Es lässt Dich niemals ganz allein,
das hat es nie gemacht.

Im Traum hab ich mit Dir geweint,
versucht uns Trost zu geben.
Wie schon in unsrer Kinderzeit,
im lang vergangnen Leben.

Hab Dich im Traum umarmt heut Nacht
und sag Dir jetzt, dass ich Dich liebe.
Denn selbst, als ich dann aufgewacht,
die Liebe ist geblieben.


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© Foto & Text by Ariana Lazar 19/07/2017

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Montag, 17. Juli 2017

Positivliste KW 28 2017



  • Eingekauft (Discounter ums Eck)
  • Telefonat mit der Tochter 💗
  • Gekocht (Hackbraten mit Oliven, 1 Süßkartoffel, 2 Zucchini, getr. Tomaten, Parmesan, Schalotten, Knoblauch, Zatar)
  • Präsentabilität hergestellt (Di)
  • Gespült
  • Schneiderpuppe zusammengebaut.
  • Gespült (Do)
  • Küchenherd
  • Mandel-(Pfann)kuchen (mehr Kuchen, als Pfannkuchen) gemacht
  • Präsentabilität hergestellt (Fr)
  • Kurzbesuch der Tochter 💗
  • Mandel-(Pfann)kuchen
  • Eingekauft (langer Weg!)
  • Ein bezauberndes Lächeln eines kleinen Mädchens geschenkt bekommen 💗
  • Gespült
  • Gekocht > Ofenschnitzel mit Tomatensalat (Sa)
  • Artikel für den Blog geschrieben und eingestellt
  • 3 Stunden gehäkelt
 

© Foto & Text by Ariana Lazar 18/07/2017

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Sonntag, 16. Juli 2017

Gefangen zwischen Normalnull und dem Mittelpunkt der Erde


Mitte Juli und ich sitze immer noch tief im Loch. Gefangen im Irgendwo zwischen Normalnull und dem Mittelpunkt der Erde.

Mitte Juli und ich bestehe trotzig darauf, dass der Juni jetzt vorbei ist und es mir gefälligst langsam besser gehen sollte. Ich habe schon lange mehr als genug.

Das Loch


Und was passiert? Das Loch, in dem ich sitze, schaut mich mit einer Mischung aus Langeweile und leichter Empörung ungnädig an, schnauft ungehalten, ruckelt ein wenig, um es sich bequemer zu machen und lässt mich ein paar Meter tiefer plumpsen.

Dann schenkt es mir, tief zufrieden ob seiner Leistung, einen gönnerhaften Blick, schließt genussvoll die dunklen Augen und ich erkenne, dass es beschlossen hat, mich für die nächste Zeit zu ignorieren. Natürlich nur, solange ich nicht protestiere.

Wer jetzt einwirft, dass Löcher weder gucken noch ruckeln, hat bisher eben in den falschen Löchern gesteckt! Wer sich jedoch im Universum bereits gründlich umgeschaut hat, dem leuchtet ein, dass Löcher unheimliche Existenzen sind und viele von ihnen ein erstaunliches Eigenleben entwickeln.

Das reguläre Loch ist einfach nur ein Loch. Es existiert und damit hat es sich. Es gibt unzählige von ihnen. Sie kommen in allen Arten und Größen vor, können natürlichen oder künstlichen Ursprungs sein und gehören zum normalen Umfeld des Menschen. Es gibt überall Löcher! Angefangen von Löchern in den Zähnen, bis zu den riesigen Löchern, auch Höhlen genannt, die sich in Bergen, sowohl über, als auch unter Wasser finden lassen.

Die Trypologie ist eine extrem junge Wissenschaft, die erst am Anfang steht und befasst sich mit den oben beschriebenen Phänomenen.

Total unerforscht sind dagegen die immateriellen Löcher, die es sich, so hat es den Anschein, zur Aufgabe gemacht haben, Menschen in sich hineinzuziehen und festzuhalten.

Dies sind zweifelsohne die Schlimmsten ihrer Art! Sie sind für Außenstehende nicht sichtbar, zehren an den Kräften dessen, der in sie hineingeraten ist, und verfügen über die unangenehme Eigenart, äußerst hartnäckig und beständig zu sein.

Aus diesem Loch zu entkommen, bedeutet, dass man ungeheure Kräfte freisetzen muss, die man aber nicht hat, da diese, noch bevor sie sich entfalten können, bereits von der unendlichen Schwärze der Tiefe aufgesogen werden. Solcherart Loch lebt von der Lebensenergie des Eingesperrten.


Der Kampf


Ich würde lieber gegen Windmühlenflügel kämpfen, dann wären meine Chancen zu gewinnen weitaus größer!

Ja, ich kämpfe. Jede Minute, jede Stunde, jeden Tag. Und ich bin müde, gefrustet und wütend, dass sich nichts ändert. Ich rutsche tiefer und mein Loch macht es sich gemütlich.

Lange habe ich überlegt, ob ich überhaupt im Blog schreiben soll, wie es mir gerade ergeht. Was natürlich die lange Schreibpause in diesem Monat erklärt und damit auch ganz viele der vergangenen Blogpausen.

Es gibt keine Bilder, weil ich diesen Monat noch kein einziges Foto gemacht habe. Das ist auch schwierig, wenn man es ein- bis zweimal die Woche so eben schafft, zum Discounter zu gehen und sich Lebensmittel zu besorgen. Schon das schaffe ich nur mit Mühe.

Klar weiß ich, dass mir dieses oder jenes gut tun würde, nur was hilft mir das Wissen darum, wenn mir die Kraft fehlt?

Im realen Leben habe ich keine Probleme zu erzählen, wie es mir geht, wenn mich jemand fragt. Und wann fragt mich schon jemand. Es sieht mir niemand an, welch kräftezehrenden Kampf ich führen musste, bevor ich die Haustür hinter mir schließen konnte.

Hier ist das anders. Hier sitze ich vor dem PC, schreibe für mich und weiß nicht, wer das liest, was ich so mittels Tastatur von mir gebe. Oder ob es überhaupt jemand liest.

Dazu kommt etwas, was mir total wichtig ist: Ich will kein Mitleid und ich will auch nicht, dass sich das, was ich schreibe, wie Gejammer anhört. Ich habe nie gejammert und ich will nicht jetzt damit anfangen. Nur, wenn man im Loch sitzt, worüber soll man dann schreiben? Über den Baum draußen vor dem Fenster?

Viel lieber würde ich über andere Dinge schreiben, über schöne, angenehme oder auch total verrückte Dinge. Doch das Schreiben darüber entzieht sich mir gerade. Ja, selbst das Schreiben fällt mir derzeit schwer. Jedes Wort ein kleiner Kampf. Jede Zeile ein größerer.

Im Moment habe ich es einfach satt. Ich habe die Albträume satt, die mich seit Wochen wieder fast jede Nacht heimsuchen. Ich habe die unruhigen Nächte satt, die mich unausgeruht am Morgen zurücklassen. Ich habe die Müdigkeit satt, die tief in meinem Mark sitzt und sich dort mit der Schwere und der Schwärze ein Stelldichein gibt. Und ich habe die Kämpfe satt, für die mir die Kraft fehlt und die ich dennoch führe, weil ich keine andere Wahl habe.

Was mir bleibt? Mir bleibt die Hoffnung, dass es besser wird. In einer Minute, einer Stunde, einem Tag. Daran halte ich mich fest. Gegen jede Vernunft.


Morgen vielleicht.


Morgen.


Ariana




© Foto & Text by Ariana Lazar 16/07/2017


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Montag, 10. Juli 2017

Positivliste KW 27 2017


  • Meinen Laptop, von dem ich das Passwort vergessen hatte, dazu überredet, ein neues Passwort zu akzeptieren.
  • Laptop aktualisiert und mit Win8 gekämpft, bis alles einigermaßen so war, wie ich es wollte.
  • Telefonat mit dem großen Sohn. 💗
  • Einladung für ein Familienwochenende  in London bekommen.😍
  • Es am Freitag noch kurz vor Schluss in die HNO-Praxis geschafft, dort eine
  • sehr freundliche und hilfsbereite Sprechstundenhilfe getroffen und
  • mit dem extrem sympathischen HNO-Arzt gelacht.Hinterher
  • halbwegs trocken zu Rossmann gekommen um einen Schirm zu kaufen.
  • Schirm mit bunten Pünktchen gekauft und ihn anschließend nicht gebraucht!
  • Samstag das Haus verlassen und statt mit dem Bus zu fahren, einen
  • Spaziergang nach Hause gemacht.
  • E-Mail mit den Daten für den Londonflug erhalten. 💗
  • Schmerztabletten wirken!
  • Täglich gekocht und, soweit ich mich erinnere, auch gleich gespült.
  • Freitag: Rosenkohl mit Speck.
  • Samstag: 1) Spiegeleier mit Rosenkohl vom Vortag, 2) Hähnchenbrust mit Zucchinischeiben aus dem Ofen




© Foto & Text by Ariana Lazar 10/07/2017

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Freitag, 30. Juni 2017

Auftanken - Futter für die Seele

Bevor ich ausführlich auf die beiden Tage eingehe, die ich auf dem Armutskongress 2017 verbracht habe, gibt es heute einen kleinen Exkurs zu den Dingen, die mir die Kraft geben, solche Tage durchzustehen.

Kongresse, gleich welcher Art, sind nicht nur informativ und lehrreich, sondern sie sind gleichzeitig auch extrem anstrengend und hinterlassen bei mir am Ende immer ein Gefühl der Erschöpfung.

Sich einmischen, mitmischen, das kostet mich stets viel Energie, die mir bekanntlich nicht im Übermaß zur Verfügung steht. Schon gar nicht in Zeiten, in denen mir jeder Schritt, jede Handlung schwerfällt und so etwas wie eine "Energiereserve" längst aufgebraucht ist.


Auftanken


Glücklicherweise gibt es immer wieder Ereignisse, die diese Reserve auffüllen.

Jeder Mensch verfügt über individuelle Energieauffüller. Bei mir gehören die seltenen Familientreffen unbedingt dazu. Bei unseren Treffen geht es meist laut und lebhaft zu. Es wird viel gelacht, diskutiert und wild durcheinandergeredet.

Mein ältester Sohn lebt und arbeitet in einer anderen Stadt und so bilden seine Besuche in der Heimat oft den Anlass für unsere Zusammenkünfte.

Als Treffpunkt dient in den meisten Fällen meine Wohnung, so geschehen am letzten Samstag. Das war aber keineswegs der Höhepunkt des Tages, der ereignete sich später.

Nachdem wir einige Zeit bei mir verbracht hatten, hat sich ein Teil der Familie zu Fuß auf den Weg zu "unserem" Inder gemacht und dort ausgezeichnet gegessen. Als es dann Zeit für den Höhepunkt des Abends wurde, verabschiedete sich meine Tochter, und mein Ältester und ich machten uns auf den Weg zum Gendarmenmarkt.


Seelenbalsam


Unser Ziel war der Französische Dom, genauer gesagt, die Friedrichstadtkirche. Dort genossen wir dann ein wunderbares Chopinkonzert.

Kanzel in der Friedrichstadtkirche
Die Friedrichstadtkirche verfügt über einen wunderschönen Innenraum, in der die Kanzel besonders herausragt. Leider war die Luft dort sehr stickig. Die fehlende Möglichkeit, seine Garderobe abzugeben, fällt im Sommer kaum ins Gewicht, die nicht vorhandenen Toiletten dagegen schon. Ein Catering gab es dort auch nicht, sodass man in der Pause leider nichts zu trinken bekommen hat.

Aber wir waren ja des Klavierkonzertes wegen da, da nimmt man einige Unannehmlichkeiten eben in Kauf.

Der Bechsteinflügel der Pianistin Nestan Bagration-Davitashvili
Die Musik Chopins findet ohne Umwege direkt den Weg in meine Seele und ich genieße solche Abende sehr. Und so saß ich, meistens mit geschlossenen Augen, im Saal und lauschte der hervorragenden Pianistin. (OK, teilweise hatte ich die Augen zu, weil mich das permanente Rumfummeln, der Frau eine Reihe vor mir, in Gesicht und Nacken, total irritiert hat. Ich wollte die Musik genießen und nicht davon abgelenkt werden.)

Immer, wenn ich Chopin höre, habe ich den Eindruck, dass Chopin das in Noten festgehalten hat, was ich fühle. Tiefer hat mich Musik noch nie berührt. Es ist ein unbeschreibliches Gefühl von Einssein, von totaler Übereinstimmung. Ich kann es schlicht nicht in Worte fassen, weil es ein überwältigendes Gefühl ist, das sich jeder Beschreibung entzieht. Seelenbalsam in seiner reinsten Form.

An dieser Stelle ein dickes Danke an meinen Sohn, der mir dieses wunderbare Erlebnis zum Geschenk gemacht hat!

Der Ausklang des Abends gestaltete sich dagegen eher profan. Ein letzter Latte macchiato in lieber Gesellschaft bei McDonalds und dann im Bus ab nach Hause.

Familie, leckeres Essen und danach fantastische Musik. Besser kann ein Tag kaum sein!

Möge es noch viele solcher Tage geben.


Ariana






© Foto & Text by Ariana Lazar 30/6/2017

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Donnerstag, 29. Juni 2017

Die Katze

Facebook-Fund des Tages


Auf den Tag genau drei Jahre ist es inzwischen her, dass ich bei Facebook eines meiner Gedichte veröffentlicht habe. Die dort bedichtete Katze gehört nunmehr nur noch zu meinen Erinnerungen. Sie hat mein Leben sehr bereichert, mich oft getröstet und noch öfter zum Lachen gebracht. Solange ich lebe, lebt auch sie. In meiner Seele, meinen Erinnerungen und zum Teil auch in meinen Gedichten. Sie fehlt mir. Jeden Tag, aber an manchen Tagen ganz besonders. Sie wird immer geliebt bleiben.

(Das Gedicht ist nicht besonders gut, aber dafür selten! *kicher*)

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Eines der letzten Bilder meiner Katze 💟

Die Katze

von

Ariana Lazar


Die Katze ist ein seltsam Tier.
Stets um die Beine schleicht es mir.
Liegt gern im Weg, macht nicht gern Platz
und doch ist sie ein großer Schatz.

Frisst nicht allein, gibt keine Ruh,
bespringt mich wie ein Känguruh,
und ob ich will oder auch nicht,
das kümmert meine Katze nicht.

Mag Käse und ist doch keine Maus,
knurrt auch die Klingel gerne aus,
quakt öfter mal wie eine Ente
und macht mich reif für meine Rente.

Steh ich dann mal vom Sofa auf,
liegt auch die Katz schon ruckzuck drauf!
Komm ich dann wieder, bitte sehr,
räumt sie den Platz nicht wieder leer.

Im Gegenteil sie sieht mich dann
lieber mal höchst gelangweilt an:
So nach dem Motto, bleib schön steh’n!
Was musst du auch zur Toilette geh’n?

Hättest ja bleiben können hier,
wo du jetzt sitzt, ist nicht mein Bier!
Dies ist ein schöner warmer Platz
und der gehört jetzt mir mein Schatz.

Gern werden auch Kartons zerfetzt,
sich mitten auf den Tisch gesetzt,
sogar der PVC dran glaubt,
die Katze den Verstand mir raubt!

Komm ich nach längrer Zeit nach Haus,
spielt sie beleidigt, ei der Daus.
Ich brauch auch wirklich keinen Mann,
da meine Katze schnarchen kann.

So macht die Katze dumme Sachen,
das bringt mich öfter mal zum Lachen.
Ich liebe dieses Katzentier,
drum bleibt es auch für immer hier.


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Bitte beachten! Das Urheberrecht an diesem Text / Gedicht liegt ausschließlich bei mir! Jede Veröffentlichung, auch auszugsweise, auf anderen Seiten (Blogs, Foren usw.) ist untersagt und bedarf meiner ausdrücklichen schriftlichen Genehmigung!




© Foto & Text by Ariana Lazar 29/06/2017

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Mittwoch, 21. Juni 2017

Ein schöner Tag


In diesem Monat hat mich das "schwarze Monster" wieder einmal fest in den Krallen. Dabei sollte es eigentlich, so dachte ich jedenfalls, endlich wieder besser werden, nachdem das Theater um die Teilhabeleistungen endlich ad acta gelegt ist. Zwar fehlt mir noch das endgültige "OK" des Amts, aber immerhin habe ich keinen zusätzlichen Papierkram mit den entsprechenden Behördengängen mehr an der Backe. 

Zweieinhalb Jahre Anstrengung, Kampf und Krampf glücklich vorbei, da macht sich zuerst Erleichterung breit und das Gefühl, endlich wieder Raum zu haben, um andere Dinge in Angriff zu nehmen.

Was tatsächlich momentan geblieben ist, ist ein Gefühl der Erschöpfung, wie es wohl auch andere erleben, wenn eine anstrengende und intensive Zeit zu Ende geht.

Ein neuer Abschnitt beginnt, von dem ich noch nicht weiß, wie er sich entwickeln wird und das Beendete hinterlässt eine Lücke.

Dazu kommt, dass der Juni schon seit vielen Jahren mit Erinnerungen belastet ist, die ich nicht einfach abstreifen kann. Der Spruch "Die Zeit hält alle Wunden." trifft keineswegs immer zu und selbst, wenn die Wunde an sich "geheilt" ist, bleiben unter Umständen dicke, schmerzende Narben zurück. Zu manchen Zeiten sind die Narben kaum spürbar, zu anderen scheint die Narbe unvermittelt frisch und der Schmerz kaum erträglich.

Damit lebe ich. Mal mehr, Mal weniger gut. Im Moment eher weniger.

Jedenfalls sitze ich derzeit tief im Loch, meine sozialen Kontakte tendieren gegen null und der Wunsch, die Wohnung zu verlassen und sich unter Menschen zu begeben dürfte im mindestens zweistelligen Minusbereich liegen.

Für Dienstag, also während ich schreibe noch heute, bei der Veröffentlichung des Beitrags wohl eher gestern, war ich zum Grillen eingeladen.

Bis fast zur letzten Minute habe ich gegen das Bedürfnis angekämpft, einfach zu Hause zu bleiben, auch wenn mir absolut bewusst war, dass mir etwas Aktivität, Kontakt, frische Luft und Sonne mehr als wahrscheinlich einfach gut tun wird.

Keine Ahnung, wie ich es geschafft habe, mich selbst zu überreden, denn das ist keinesfalls die Regel, aber am Ende zählt nur, dass ich den Weg doch gemacht habe.

Und ich habe keinen Augenblick bereut. Im Gegenteil. Es war schön ein paar bekannte Gesichter wiederzusehen, ein paar liebe Umarmungen zu bekommen und zwei, drei unbeschwerte Stunden in netter Runde zu verbringen.

Nach dem Grillen ging es mit einem Freund noch in ein nahe gelegenes Cafè und dort schlossen sich einige Stunden mit reden, lachen, Latte macchiato trinken, häkeln (mein Stuhl-Rückenkissen muss endlich fertig werden) und Entspannung an.

Den Abschluss meines Tages bildete der Spaziergang nach Hause. Die größte Hitze war endlich vorbei und so habe ich den Weg zurück sehr genossen. Ganz zum Schluss habe ich dann noch ein Foto von dem wunderbaren Abendhimmel gemacht, den ich lange und ausgiebig bewundert habe.

Abendhimmel über dem Kanal
Manchmal ist das Schwerste das Beste für einen selbst.


Nächtliche Grüße

Ariana




© Fotos & Text by Ariana Lazar 21/06/2017

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Samstag, 17. Juni 2017

Die Korrektur der Disharmonie



Der Mensch überschätzt sich maßlos.


Diesen Satz einer Facebook-Freundin erkläre ich zu meinem heutigen Lieblingssatz.

Es gibt immer wieder Sätze, die mich einen oder mehrere Tage lang begleiten, sich festsetzen und mich zum Nachdenken anregen. Obigen Satz kann ich nur unterstreichen. Doppelt.

Anzunehmen, dass dieser unser Planet besatzungslos durchs Weltall treibt, nur weil es keine Menschen mehr darauf gibt, das mutet schon sehr überheblich an. (Verzeih mir Josef, aber ich nenne die Dinge gerne beim Namen.)

Der Mensch als "Krone der Schöpfung"? Wem ist bloß dieser Schwachsinn eingefallen?

Sind wir nicht eher ein Fehler? Ein destruktives Missgeschick? Ein misslungenes Experiment der Evolutionsgeschichte?

Vor einiger Zeit habe ich mit steigendem Interesse eine sogenannte Dokufiktion-Serie geguckt, die sich "Zukunft ohne Menschen" (Wikipedia) nannte und davon ausging, dass sämtliche Menschen an einem Tag aufhörten zu existieren.

Ein sehr interessantes Szenario mit vielen überraschenden Möglichkeiten. Nun, jedenfalls stirbt das Leben nicht aus, nur weil die Menschen verschwinden. Ganz im Gegenteil, das Leben scheint zu explodieren und die Natur wird sich schnell zurückerobern, was der Mensch zerstört hat. Eine Entwicklung, die ich auch ohne diese fiktive Doku vorausgesehen hätte, da sie mir absolut stimmig und logisch erscheint.

"Die Korrektur der Disharmonie" ist die Geschichte, die sich mir spontan dazu aufgedrängt hat. Es ist eine Science-Fiction-Geschichte. Die Short Story hatte ich 2011 auf SFBasar veröffentlicht und sie wurde, das Gefühl drängte sich mir auf, damals nur teilweise verstanden.

Die meisten Menschen sehen lediglich das Offensichtliche, bleiben an der Oberfläche und verbeißen sich in Nichtigkeiten, womit ihnen der tiefere Sinn einer Erzählung größtenteils verborgen bleibt.

Genug der Vorrede! Lasset die Geschichte beginnen!

Viel Vergnügen


Ariana

Epilog: Was die Kurzgeschichte mit der menschlichen Selbstüberschätzung zu tun hat? Findet es heraus!

PPS: Veröffentlicht wurde die Science-Fiction-Story ursprünglich unter dem Pseudonym Maria Nazira

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Die Korrektur der Disharmonie

Eine Science-Fiction-Kurzgeschichte

von

Ariana Lazar


Pokri Kanikro warf einen prüfenden Blick in die Runde. Keinerlei Disharmonie war spürbar. Überall an den Tischen des großen freundlich dunklen Raums saßen die Schüler ruhig vor ihren Galaktoplanoren und arbeiteten konzentriert an ihren Experimenten, die der Prüfungsvorbereitung dienten.

Sie alle würden die Prüfung, die in Kürze auf sie zukam, bestehen, da war sich das Kroxal sicher, schließlich bildeten diese Prüflinge die Elite der Lehranstalt. Ausgewählt aus Tausenden von Bewerbern, vereinte sich hier die Essenz des unerbittlichen Auswahlverfahrens.

Die Ausbildung zum Galaktoplanorator bedeutete gramorphenlangen Verzicht auf Vergnügungen, harte Arbeit und ein Wissenspotential, das weit über das anderer Talente hinausging.

Als Junal, am Anfang seiner Laufbahn, waren die Jungen sein Aufgabengebiet gewesen.

Das Junal galt als die erste Stufe der Transformation in dem keine Disharmonien mehr entstanden. Da sich jedoch jeder Junal ausgezeichnet an diese unangenehmen Zustände erinnerte, war es dieser Alterstufe als Pflicht auferlegt, sich um die Jungen zu kümmern.

Etwas Schwierigeres gab es nicht. Bei jeder kleinsten Disharmonie bestand die Gefahr, dass ein Junges zu pulsieren anfing, was, wenn man diese nicht schnell genug beseitigte, innerhalb weniger Grkse zur völligen Existenzvernichtung führte. Gerade die außergewöhnlich Begabten tendierten vermehrt zu Disharmonie und Pulsation und nur wenigen von Ihnen gelang die Transformation zu den Mitteljungen.

Eine Aufgabe, die viel Energie verschlang, die eigene Existenz in Gefahr brachte und deshalb auch nur in dieser bestimmten Zeit geleistet werden konnte.

Nachdem es die ersten Zeitalter in voller Harmonie mit den Jungen verbracht hatte, war es als Kroxal, so lautete seine jetzige Transformationsstufe, zu den Mitteljungen gewechselt, um diese auszubilden. Bei den nur noch vereinzelt auftretenden Disharmonien verfielen die Mitteljungen nicht mehr in unkontrollierte Pulsationen, was die Arbeit des Kroxal sehr erleichterte.

Dies war natürlich nur die Grundausbildung, die ein Mitteljunges dazu befähigte selbstständig an und mit einem Galaktoplanor zu arbeiten. Erst als Kroxal wären sie, wie Pokri Kanikro, in der Lage, sich genügend auszudehnen, um eine große Anzahl eigener Galaktoplanore problemlos gleichzeitig zu überwachen.

Mitten in Pokris Betrachtung mehrerer Galaktoplanoren erreichte eine Disharmonie erschreckender Größe sein auf Mkratos Pnikmijus gerichtetes  Außen-Teil. Da Mkratos normalerweise über ein sehr ausgeglichenes und harmonisches Wesen verfügte und zudem eines der begabtesten Mitteljungen war, handelte Pokri ohne Zeitverzögerung. Augenblicklich veränderte es seine äußere Gestalt so, dass ein Teil seines Körpers in unmittelbaren Kontakt mit dem Mitteljungen treten konnte, ohne einen der anderen Schüler in seiner Harmonie stören zu müssen.
Beruhigend wirkte es sanft und behutsam auf das Mitteljunge ein, dabei vorsichtig bemüht, den Grund der Disharmonie schnellstmöglich zu ergründen und zu eliminieren.

Ein Blick auf den Galaktoplanor genügte. Bei dem derzeit laufenden Experiment verhielten sich einige der Komponenten unangemessen disharmonisch. Eine der maßgeblichen Komponenten schien außer Kontrolle geraten zu sein und verhielt sich äußerst zerstörerisch anderen Komponenten gegenüber. Das an sich wäre nicht so tragisch, da das in diesem Stadium der Experimente oft der Fall war und die Schüler lernen mussten, mit den Disharmonien niederer Existenzen umzugehen. Nur wer Disharmonie ertrug, war schließlich in der Lage, sie in Harmonie zu verwandeln, aber diese Komponente schoss weit über das erträgliche Ziel heraus.

Sie wütete gegen jede andere Komponente des Experimentes, hatte schon eine beträchtliche Anzahl restlos eliminiert und schien nicht abzuhalten zu sein, weitere Komponenten zu vernichten. Was Mkratos jedoch an den Rand eines disharmonischen Schocks gebracht hatte, war die Tatsache, das jene schreckliche Komponente, „Mensch“ tituliert, keinerlei Rücksicht auf die eigenen Existenz-Einheiten zu kennen schien, sondern auch diese ohne Zögern vernichtete.
Pokri überlegte nicht, hier musste es sofort eingreifen. Eine kleine Korrektur unter Mithilfe der entprechenden Schaltfläche seines Galaktoplanors genügte und die Komponente „Mensch“ existierte nicht mehr.

Nach dem Verschwinden der disharmonischen Existenz verebbte auch die Disharmonie bei Mkratos Pnikmiju. Die Harmonie kehrte zurück und Pokri vermittelte dem Mitteljungen, wie es solche Auswüchse in Zukunft frühzeitig entdecken und vermeiden könne. Noch ein paar Ratschläge gebend, was eine Verbesserung der übrig gebliebenen disharmonisch agierenden Komponenten zur Folge haben würde, und der Kroxal zog sich wieder zusammen.

Als Galaktoplanorator übernahm man eine ungeheure Verantwortung, dementsprechend vielfältig waren die Fallen, die von den Prüfern in die einzelnen Experimental-Programme eingebaut worden waren.

Die Komponente „Mensch“ hatte sich dabei als besonders prüfungswirksam herausgestellt. Zum Einen verfügte sie über einen nicht zu unterschätzenden emotionalen Faktor, der die Schüler veranlasste, sie nicht von Anfang an zu eliminieren und zum Anderen hatte man ihr genügend disharmonisches Potential beigefügt, um die  Harmoniestabilität der Schüler zu prüfen. Ein Nichtbestehen konnte gleichbedeutend mit dem Existenzende sein.

Der erste seiner Prüflinge hatte den Test der Harmoniestabilität bestanden! Sollte es auch die zahlreichen noch ausstehenden Prüfungen bestehen, hatte es eine reelle Chance, einmal Kroxal zu werden.

Pokri Kanikro warf einen prüfenden Blick in die Runde. Keinerlei Disharmonie war spürbar.

Ende

© by Maria Nazira 2011 / Ariana Lazar 2017

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Bitte beachten! Das Urheberrecht an diesem Text / Gedicht liegt ausschließlich bei mir! Jede Veröffentlichung, auch auszugsweise, auf anderen Seiten (Blogs, Foren usw.) ist untersagt und bedarf meiner ausdrücklichen schriftlichen Genehmigung!



© Foto & Text by Ariana Lazar 17/06/2017

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Donnerstag, 15. Juni 2017

Nachtgedanken



Vor über einem Jahr habe ich dieses Gedicht geschrieben, es eben wieder entdeckt und festgestellt, dass es nichts von seiner Aktualität verloren hat. Ich weiß nicht, ob es gut ist, was ich aber weiß ist, dass es tief aus meiner Seele kommt, heute wie vor einem Jahr.

Zeitlos das Leid. Blind der Mensch. Wie vor zehn Jahren. Wie vor hundert Jahren. Wie vor tausend Jahren. Seit Anbeginn der Menschheit.


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Nachtgedanken

von Ariana Lazar



Hörst Du den Wind da draußen weinen
in der finstren, kalten Nacht?
Die kalte Nacht in Deinem Herzen
hat ihn um den Schlaf gebracht.

Siehst Du der Sonne Tränen,
versteckt hinter grauem Wolkenkleid?
Deine Hasstiraden nähren,
ihren Kummer und ihr Leid.

Hörst Du das Lied des Stacheldrahtes,
das erzählt von Schmerz und Tod?
Doch Du verstopfst nur Deine Ohren,
willst nichts hören von der Not.

Siehst Du den Mond vom Himmel schwinden,
obwohl es längst nicht seine Zeit?
Er sucht Menschlichkeit zu finden,
um zu lindern Menschenleid.

Hörst Du das Blut in Deinen Ohren,
dass verzweifelt Liebe spricht?
Dein Geschrei, durch Hass geboren,
verflucht Dein Kind. Spürst Du es nicht?

Sieh endlich hin! Öffne die Ohren!
Noch ist es Zeit, sich umzudrehn.
Sind die Früchte des Hasses erst geboren,
wird es schwer zurückzugehn.

Denn Kinder aus Hass geboren
fressen Dich mit Augen und Ohren!
Verschlingen alles mit Haut und Haar.
Alles, was einst menschlich war.


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© Foto & Text by Ariana Lazar 15/06/2017

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Donnerstag, 8. Juni 2017

Der Duft des Ligusters


Ligusterblüten im Gräserstein
Ziemlich spät wurde es gestern, ehe ich mich endlich auf den Weg machte, um meine Vorräte aufzufüllen. Die vorangegangenen Tage haben mich Kraft gekostet.

Selbstüberwindung ist ein großer Krafträuber.

Wie dem auch sei, ich kaufte ein, dazu noch sehr günstig, denn viele Gemüsesorten gab es zum halben Preis. Mit Gemüse dürfte ich für die nächsten Tage mehr als ausreichend versorgt sein.

Auf der meinem Discounter gegenüberliegenden Straßenseite sah ich ein paar weiß blühende Hecken. Die Hoffnung auf ein paar duftende Ligusterblüten, mit denen ich meinen Gräserstein bestücken wollte, bewegte mich dazu, nach dem Einkauf die Straße zu überqueren.

Was ich fand, waren sternförmige weiße Blütenbüschel, die zwar nicht besonders dufteten, aber bezaubernd anzusehen waren. So pflückte ich einige davon, nahm von den anderen weißen Blüten auch ein Stängelchen mit und fügte als Farbkontrast einen Stiel Ackersenf dazu. Lediglich den Ackersenf wusste ich zu benennen, immerhin hatte ich einmal viel Zeit damit verbracht, dem Namen des gelb blühenden Krautes auf den Grund zu kommen.

Kurz vor Erreichen der Stelle, an der ich wieder auf "meine" Straßenseite wechseln musste, stieg mir der unwiderstehliche Honigduft des Sommerflieders in die Nase. Die winzigen lila Blüten des Sommerflieders duften intensiv nach Honig und so wanderte auch davon ein kleiner Blütenzweig in meine Hand.

Zu Hause angekommen arrangierte ich die Blüten in ein kleines Keramikgefäß, das einmal Senf enthalten hatte. Ganz speziellen Senf aus Köln, den mir meine Schwägerin zum Geschenk gemacht hatte, als wir uns 2014 dort trafen. Würde sie noch leben, es würde sie freuen, dass dieses kleine Gefäß einen neuen Bestimmungszweck gefunden hat.

Nachdem die kleine Vase ihren Platz auf meinem Schreibtisch eingenommen hatte und der Einkauf verstaut war, trieb es mich, zu meiner eigenen Überraschung, wieder hinaus.

Normalerweise verlasse ich die Wohnung nicht mehr, wenn ich erst spät einkaufen war, schon gar nicht, wenn das Wetter kühl und unbeständig ist und man jederzeit mit einem neuen Regenschauer rechnen muss.

Halb acht schon. Der Himmel mit dicken grauen Wolken geschmückt. Keine idealen Voraussetzungen für einen Spaziergang.

Trotzdem, eine halbe Stunde müsste "drin sein". Also habe ich die Regenjacke aus Amsterdam übergezogen, den Schal aus Versailles um den Hals geschlungen, Kamera und Schlüssel eingesteckt und bin los.

Laufen tut mir gut. Die gleichmäßige Bewegung hilft mir mich zu erden, klärt meine Gedanken und bildet das notwendige positive Gegengewicht zu den inneren Vorgängen der letzten Tage.

Ohne ein bestimmtes Ziel schlendere ich durch die Straßen, wobei ich die ruhigeren Seitenstraßen immer bevorzuge. Nach ein paar Minuten komme ich an eine der vielen Ligusterhecken vorbei, die man hier findet und natürlich stecke ich alle paar Meter meine Nase in die Blüten, um tief ihren Duft zu inhalieren. Ebenso natürlich ernte ich so einige verwunderte Blicke ob meines seltsamen Tuns. Darüber lache ich nur, denn ich bin mindestens ebenso erstaunt, dass niemand sonst diesen Duft wahrnimmt und genießt.

Mein Weg führt eine lange Zeit fast geradeaus, bis mir einfällt, dass ich den Weg zurück auf jeden Fall auch zu Fuß machen muss, da meine Monatskarte leider ihren Aufenthalt nicht geändert hat und daher noch in meinem Rucksack steckt. Die halbe Stunde ist längst vorbei. Dämmerung verwandelt sich in Dunkelheit und mein Weg zurück geht am Kanalufer entlang. Es riecht nach schwerer feuchter Erde und, je nachdem wie der Wind steht, nach Liguster oder dem am Kanal zahlreich blühenden Holunder.

Im Wasser spiegeln sich die grellen Lichter der Straßenlaternen und das warme Licht der erleuchteten Wohnungen. Es wird ruhiger in der Stadt. Weniger Autolärm, nur noch wenige Menschen unterwegs. Ein paar Jogger, Menschen mit ihren Hunden auf der letzten Gassirunde. Das entfernte Krächzen einer Krähe, das müde Quaken einer Ente. Die Geräusche werden weniger, erscheinen gedämpfter.

Ein Verkehrshut (Warnpylone) als Leuchte - Ideen muss man haben.
Der Geruch der Bäume, Erde und Pflanzen verstärkt sich. Füllt die Luft, hüllt mich ein. Einatmen. Durchatmen. Vollkommen im Hier und Jetzt.

Fast bedauere ich den Schwenk auf die nächste Straße, die letzten Meter bis ich wieder da bin, von wo ich losging. Es ist spät , aus der halben Stunde sind inzwischen mehr als drei geworden.

Auf der Brücke, die sich an dieser Stelle über den Kanal spannt, höre ich das dumpfe Geräusch eines Motors auf dem Fluss. Um diese Zeit transportieren die Schiffe Lasten, keine Touristen. Ein paar schnelle Bilder, dann wird es Zeit, dass ich nach Hause komme.


Nacht auf dem Kanal - Lastkahn

Bevor ich sie sehen kann, rieche ich sie: die Blüten des Ligusters! An diesem Ort habe ich überhaupt nicht damit gerechnet. Ein paar Blüten müssen unbedingt mit, denn mein Gräserstein wartet noch auf eine Füllung.

Es sind keine besonders hübschen Blüten, immerhin ist es dunkel, als ich sie pflücke, aber ihr Duft ist enorm. Es ist erstaunlich, wie viel Duft in diesen zarten Blüten steckt. Er erfüllt den ganzen Raum und ist mir fast schon zu stark, wenn ich am Schreibtisch sitze und ihn einatme. Aber nur fast, denn die Freude über die Blüten überwiegt bei Weitem.

Nun stehen sie auf meinem Schreibtisch und erfreuen meine Augen, meine Nase und meine Seele.

Gräserstein mit Liguster - Sommerflieder, Ackersenf, Falscher Jasmin und die Blüten des Maiblumenstrauchs (Deutzie)

Kleine Dinge haben oft eine große, ungeahnte Wirkung.


Ariana




© Fotos & Text by Ariana Lazar 08/06/2017

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